Bombecks Eck – jetzt auch wieder für Ortsfremde erkennbar

Weserfischererinnerung

Rinteln (pk). Für all diejenigen, die es noch nicht kennen, ist es jetzt wieder klar ersichtlich: Bombecks Eck am Weserufer jenseits der Weserbrücke. Auf Bitten des Verschönerungsvereins Rinteln hat der Bauhof das verschwundene Schild mit der Aufschrift „Bombecks Eck“ durch ein neues ersetzt.

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Gestohlen wurde es offenbar in einer regelrechten Diebesserie im Juli. Das vermutet zumindest Friedrich-Wilhelm Hoppe vom Verschönerungsverein. „Etwa zeitgleich mit dem Bombeck-Schild, verschwand auch eine unserer Bänke an Sassenbergs Teichen und zwei Schilder in der Wallgasse und am Pferdemarkt, die für das Blumenwallfest warben“, erzählt Hoppe. Das neue Schild sei von Ottokar Meyer gestiftet worden. Aber wieso eigentlich Bombecks Eck? Der Name Bombeck erinnert an eine alte Rintelner Fischerfamilie, vor allem an August Bombeck, der noch in den 50er Jahren fischte. Sie wohnte nicht weit entfernt in der Mühlenstraße 9“, ist in Ullrich Künkels Stadt-Lexikon nachzulesen. „Sie waren wohl originelle Typen ihres Gewerbes und auch uneigennützige Helfer bei Hochwasser, ja sogar Lebensretter.“ Als 1945 die Weserbrücke gesprengt wurde, war Bombecks Fischerkahn eine Zeit lang das verbindende Zwischenglied im Wasser liegender Brückenteile. „Eine Tochter der Bombecks lebt übrigens noch“, merkt Hoppe an. Sie lebt in Hameln und habe sich gegenüber dem Verschönerungsverein als sehr großzügige Spenderin erwiesen. 1982 wurde der Landzipfel an der Weserbrücke am Alten Hafen zu „Bombecks Ecke“, als der Verschönerungsverein in Zusammenarbeit mit der Stadt eine Sitzgruppe samt Tisch errichtete.Foto: pk

Artikel vom 28.12.2011 - 00.00 Uhr